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Die Hindenburg auf Zwischenstopp in Stein
Historischer RTL-Zweiteiler nutzt das Faber-Schloss als prächtige Kulisse - 10-Millionen-Euro-Produktion
  
Foto: FN-Archiv
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Foto: RTL
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Am 6. Mai 1937 ging der Zeppelin LZ 129 «Hindenburg» bei der Landung in Flammen auf. Die Ursache für das Desaster wurde niemals lückenlos aufgeklärt. Aus diesem Stoff soll spannende TV-Unterhaltung werden. Für die Dreharbeiten zu dem RTL-Zweiteiler «Hindenburg» bot das Steiner Faber-Castell-Schloss jetzt die perfekte Kulisse.

STEIN – Lastwagen rollen an. Scheinwerfer, Kabelrollen, Requisiten werden entladen – und verschwinden gleich wieder hinter den Toren des Faber-Castell-Schlosses. Aus Limousinen blicken Beifahrer, die einem vage bekannt vorkommen. War das nicht der . . .? Mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde in Stein an einer Produktion gearbeitet, die voraussichtlich im Frühjahr 2011 ein Millionenpublikum vor die Bildschirme locken soll.

Gut, es ist vielleicht noch nicht Hollywood. Doch im edlen Bleistiftschloss geben sich die Filmcrews die noble Klinke in die Hand. Nach dem im Sommer die Dreharbeiten zu dem Kinderbuchklassiker «Hanni und Nanni» in Stein anstanden – mit Oliver Pocher als Kaufhausdetektiv und Heino Ferch als Papa – ist jetzt allerdings Schluss mit lustig. Zumindest, was das Thema betrifft.

Mit der Tragödie um das «Hindenburg»-Inferno beschäftigt sich ein Filmprojekt, das mit einem Rekord-Budget von über zehn Millionen Euro von teamWorx in Koproduktion mit RTL und EOS Entertainment realisiert wird.

Spannende Liebesgeschichte

RTL macht klar, dass die «Eventproduktion» eine Liebesgeschichte und ein fesselndes Abenteuer vor historischem Hintergrund erzählen will. Im Mittelpunkt steht ein Luftschiffkonstrukteur, der sich in die Tochter eines amerikanischen Kongressabgeordneten verliebt. Dem jungen Mann gelingt es, eine deutsch-amerikanische Verschwörung aufzudecken, die die Zerstörung des Zeppelins zum Ziel hat. Doch obwohl er alles versucht, um die Katastrophe zu verhindern, kommt der Held zu spät . . .

Ein veritables internationales Star-Aufgebot wurde für den Zweiteiler verpflichtet. Vor der Kamera stehen unter anderem Lauren Lee Smith («CSI»), Heiner Lauterbach, Stacy Keach, Ulrich Noethen, Christiane Paul, Hannes Jaenicke, Robert Seeliger und Wotan Wilke Möhring. Auf der Liste der Hauptdarsteller, die sieben Tage lang in Stein drehten, fehlt der Größte: Der Zeppelin wird in der 40 Meter hohen Halle der Kölner MMC-Studios nachgebaut.

Das Faber-Castell-Schloss wird dagegen im Film für eine ganze Reihe von Motiven stehen. So wurden hier zum Beispiel die Sequenzen gedreht, die im Herrenhaus des Kongressabgeordneten in New York City spielen. Den Politiker, der so nobel wohnt, stellt Stacy Keach («Mike Hammer») dar.

Das Schloss bietet aber auch den eleganten Hintergrund für Szenen im amerikanischen Konsulat in Frankfurt: Dorthin hat die Zeppelin-Reederei laut Drehbuch zu einem festlichen Diner geladen. Eine prächtige Kulisse für die Aufnahmen stellten dafür der Ballsaal und das Speisezimmer auf der zweiten Etage des Schlosses.

Vor der Kamera standen dabei unter anderem Maximilian Simonischek, der den Zeppelinkonstrukteur Merten Kröger spielt, Greta Scacchi, Jürgen Schornagel («Tatort», «Doppelter Einsatz») und Andreas Pietschmann. Dazu kamen bis zu 85 Komparsen, die als Partygäste, Fotografen, Butler, Pagen oder Bandmitglieder ins rechte Licht gerückt wurden. Insgesamt waren zeitweise bis zu 150 Mitwirkende am Set.

Die Dreharbeiten zum «Hindenburg»-Zweiteiler werden vor allem in Köln bis Mitte Dezember fortgesetzt. Bis zur Ausstrahlung der aufwändigen Produktion müssen sich die Zuschauer dann vermutlich etwas länger als ein Jahr gedulden.

Eines verrieten die Verantwortlichen für das TV-Großprojekt allerdings schon jetzt: Das exklusive Ambiente und die Architektur des Schlosses haben sich als perfekte Kulisse für den Film angeboten. Ein schönes Kompliment. Auch wenn wahrscheinlich nur die Steiner genau wissen werden, welches Kleinod da gerade als Hintergrund diente, wenn der Streifen über den Bildschirm flimmert . . .

Sabine Rempe
30.10.2009 0:00 MEZ
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